Mehr als eine "Session" für die Weltmusik

(Foto: Anke Kluß)
Ab September 2010 wird es regelmäßig am zweiten Montag im Monat einen besonderen Termin für alle diejenigen geben, die "Musik aus aller Welt" spielen - und natürlich für ihr Publikum. Gestartet wird also am 13. September 2010.
Interessierte MusikerInnen sind das Salz in der Suppe
Da wir uns bewusst sind, dass ein solches Projekt nur Erfolg haben kann, wenn es von Musikernn getragen wird, hat sich am 7. April 2010 ein kleines Kuratorenteam gebildet, in dem Vassily Dueck und Matthias Frey die "erste Geige" spielen. Peter Schneckmann, Programmkoordinator der FABRIK und Initiator der Reihe, steht ihnen zur Seite.
So soll es ablaufen, so kann man mitmachen
Die jeweiligen Abende setzen sich aus zwei Teilen zusammen.
Der erste Set wird von einer drei- bis vierköpfigen Formation bespielt, die jeweils neu von den Kuratoren Matthias Frey und Vassily Dück aus dem Kreis der Interessierten gebildet wird, also monatlich wechselt. Musikalischer "Anchorman" dieser Formation ist auch jeweils einer der beiden. Dem Auftritt in der FABRIK soll jeweils ein Probentermin vorausgehen, um dafür gemeinsam ein "Grundgerüst" zu erarbeiten.
Der zweite Teil des Abends ist der offenere Teil, an dem unterschiedlichste Musiker entweder mit der "Band des Abends", Teilen dieser Band oder aber auch in völlig neuer Formation bis hin zum kurzen Solo spielen können. Es ist gut denkbar, dass sich daraus dann auch ein weiterer "Gig" bei einer der nächsten Termine im Rahmen eines ersten Sets ergibt.
Um aber musikalisch ein wenig langfristiger planen zu können bitten wir herzlich um frühzeitiges Anmelden von Interesse am Mitspielen bei "different colours". Das geht einfach per mail an colours(at)die-fabrik-frankfurt.de. Aber auch ein erster Anruf für weitrere Infos unter (069) 97845513 ist herzlich willkommen.
Wir sind offen für weitere MitarbeiterInnen
Das Projekt ist am Anfang und wir müssen damit Erfahrungen sammeln, es vielleicht dann wieder verändern: learning by playing. Aber für den Anfang wollen wir so starten.
Wer also Lust hat, diese Idee musikalisch (oder auch organisatorisch) mit zu begleiten, der ist dazu herzlich eingeladen.
Frankfurt, 8.4.2010
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Förderung des Jazznachwuchses

Kuratoren:
Janusz Stefanski (Musiker & Dozent))
Allen Jacobson (Musiker & Dozent)
Wolfram Knauer (Leiter des Jazz-Instituts Darmstadt)
Peter Schneckmann (Veranstalter & Kultur in der Fabrik)
Jazz hat in Hessen - und insbesondere in der Stadt Frankfurt - eine lange Tradition. Wer darüber spricht, denkt sofort an Musiker wie Albert und Emil Mangelsdorff, an das älteste Jazzfestival der Welt und auch an die sommerliche Reihe „Jazz im Palmengarten“. Immer noch können sich die Region und das Land herausragender Jazzmusiker rühmen, die auf den internationalen Bühnen präsent sind. Viele von ihnen gehören allerdings in die Altersgruppe der „50+“.
Es ist leider nicht zu übersehen, dass es gegenüber den „glorreichen Zeiten“, als sich Frankfurt mit gutem Recht als „Hauptstadt des Jazz“ ansehen konnte, deutliche Veränderungen gegeben hat. Oft wird darüber geklagt, dass es gerade für den Nachwuchs der jüngeren Jazzmusiker zu wenig Chancen gibt, gefördert zu werden und Bühnenerfahrungen zu sammeln.

Mit einem kleinen Beitrag will nun der Verein „Kultur in der Fabrik e.V.“ gemeinsam mit der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) und dem Jazz-Institut Darmstadt in dem von ihm betriebenen Kulturzentrum „Die Fabrik“ dafür sorgen, dass sich diese Situation verändert.
Das Motto des Projekts, „jazzlab“, gibt bereits den wichtigsten Hinweis auf den inhaltlichen Ansatz der Idee: Vertreter der „alten Garde“ sollen jeweils mit einer Nachwuchsformation im Proberaum arbeiten und sie auf der Bühne präsentieren. Im Vordergrund steht dabei stets das musikalische Profil des Nachwuchses, auch wenn die "coaches" beim Konzert mal zum eigenen Instrument greifen.
Partner und ein Kleeblatt von Kuratoren
Um dem Projekt von Beginn an gute Startbedingungen zu geben, hat sich der Verein erfolgreich nach Kooperationspartnern und Experten umgesehen. So ist gleich zu Beginn die Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt (HfMDk) mit an Bord, vertreten durch den Musiker Allen Jacobson, der auch für das JazzFest der Hochschule verantwortlich zeichnet. Damit ist auch der Studiengang der HfMDK einbezogen. Bekannte Jazzmusiker wie Michael Sagmeister, Annemarie Roelofs, Gerd Putschögl, Christoph Spendel und Vitold Rek und andere mehr unterrichten hier.
Durch die Mitarbeit von Wolfram Knauer, dem Leiter des Jazz-Instituts in Darmstadt, das unter anderem Herausgeber des „Wegweisers Jazz“ ist, stehen dem Projekt umfangreiches Wissen und ein Netz von Kontakten zur Verfügung. Schließlich bringt auch Schlagzeuger Janusz Stefanski, hessischer Jazzpreisträger 2003 und seit 1993 Dozent in der Abteilung Jazz und populäre Musik an der Universität Mainz eine über 40-jährige Bühnenerfahrung mit ein.
Gemeinsam mit ihnen bildet Peter Schneckmann als langjähriger Veranstalter und Vertreter für die „FABRIK“ das Kleeblatt der Kuratoren, die sich als Vermittler zwischen den jungen Musikern und der „alten Garde“ sehen. Von ihm stammt auch die Idee für die Veranstaltungsreihe.
Aufgabe der Kuratoren ist, diejenigen Nachwuchsmusiker auszuwählen, die sich zunächst für eines der vier für 2010 anvisierten Konzerte in der „FABRIK“ bewerben.

Offenheit für alle Stilrichtungen - aber "mehrheitlich hessisch" & "im Schnitt bis 30" muss es schon sein
Offen ist „jazzlab“ für alle Jazzer, die (im Banddurchschnitt) noch nicht älter als 30 Jahre sind, ihren Lebensmittelpunkt mehrheitlich in Hessen haben und aussagefähiges Material zur Verfügung stellen können. Eine Eingrenzung durch eine bestimmte Stilrichtung des Jazz besteht ausdrücklich nicht. Die genaueren Anforderungen können auf dieser Webseite (siehe rechte Spalte) eingesehen und bei der „FABRIK“ als PDF-Datei abgerufen werden.
Bühnenerfahrung und Medienpräsenz im Zusammenspiel mit hessischer Jazzprominenz zu unterstützen, Professionalität im Umgang mit Veranstaltern wie Medien zu fördern – und nicht zuletzt neue (nicht nur musikalische) Erfahrungen in der Kooperation mit der „alten Garde“ anzubieten, darin bestehen die wichtigsten Ziele von „jazzlab“.
Begonnen wird bereits am 17.2.2010 mit einem Konzert, in dem Janusz Stefanski und Allen Jacobson gemeinsam eine junge Band präsentieren, die sich an der Hochschule für Musik zusammengefunden hat und ihre erste CD präsentieren wird: „The Academic Project (TAP)“.
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Frankfurt am Main.
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"Detektive des Anderen" - Literatur und Musik

(im Bild: Uwe Schmitt)
Kuratoren:
Peter Ripken | Peter Schneckmann | Florian Koch
Bereits seit Januar 2007 gibt es (außer in Ferienzeiten) einmal im Monat, jeweils am letzten Montag, eine besondere Reihe in der FABRIK: Schriftsteller und Musiker präsentieren gleichberechtigt nebeneinander ein Welt-Programm.
Deutsche Schriftsteller, die in die Welt gereist sind und die Erkenntnisse in ihrem Werk aufbewahren werden ebenso eingeladen wie ausländische Autoren, die in anderen Kulturen gelebt haben und sich insofern hervorragend als Detektive des Anderen eignen.
Die Reihe will auf literarischer und auf musikalischer Ebene zeigen, das Fremde nicht als Bedrohung zu begreifen sind, sondern als Horizonterweiterung und Bereicherung.
Eine Komposition aus Literatur und Musik
Neben den Positionen der Autoren werden die musikalischen Beiträge nicht nur als Bindeglied oder allein als Moment zum Nachsinnen präsentiert, sondern als gleichrangige Position, die auch auf der inhaltlichen Ebene etwas hinzuzufügen weiß.

(im Bild: GUO Xiaolu)
Zu den bisherigen Autoren
Gäste sind stets sowohl prominente Autoren sowie solche, die noch ein Geheimtipp sind. So war Steffen Kopetzky als erster Autor im Januar 2007 zu Gast, begleitet von Riad Kheder, Pianist und Percussionist aus dem Irak. Im folgten Oliver August, begleitet von der chinesischen Musikerin LI Fan. Im März 2007 war Bestsellerautor Wolfgang Büscher zu Gast, dem Kontrabassist Vitold Rek musikalisch zur Seite stand.
Im Mai 2007 fand eine Hommage an Ryszard Kapuściński statt, bei der bekannte Persönlichkeiten aus dem Kulturleben Frankfurts wie Linda Reisch, Frank Mußmann und Volker Rebell seine Texte lasen. Seine Arbeit war ursprünglicher Anlass für diese Reihe. Leider verstarb er wenige Monate bevor er bei uns lesen wollte.
In den folgenden Monaten und Jahren konnten wir Zafer Senocak, Dimitré Dinev und Martin Mosebach begrüßen. Auch Carlos Aguilera kam aus Cuba, Asne Seierstad aus Norwegen, gefolgt von A.A. Waberi mit Matthias Frey, Zsuzsa Bánk begleitet von Vassily Dück, Sibylle Zerr mit Jürgen Schwab; Vera Yu und Andrzej Stasiuk folgten - und schließlich kam Helge Timmerberg - von irgendwoher aus der weiten Welt, wo er sich gerade so aufhielt.

(im Bild: YANG Lian schaut auf Frank Mußmann)
Prominent besetzte Fortsetzung in 2009 und 2010
Im Januar 2009 stand Navid Kermani am Lesepult, um den es später anäasslich der Verleihung des Hessischen Kulturpreises 2009 soviel Trubel geben sollte.
Wolfgang Büscher stellte im März 2009 sein neuestes Buch vor, FAZ-Autorin Christiane Hoffmann berichte über den Iran wie auch Amir Hassan Chehelta im Oktober.
Nach Ilja Trojanow im Mai (und der Sommerpause!) war dann die inzwischen viel gerühmte und bepreiste Filmregisseurin und Autorin GUO Xiaolu aus China kurz vor der Buchmesse zu Gast. Den (ausverkauften!) Jahresabschluss bescherten uns schließlich Autor Uwe Schmitt und Saxophonist Christof Lauer, zwei Frankfurter Buben mit großer Fangemeinde in Jazzkreisen.
Monday Monday geht auch 2010 weiter und hofft wieder auf guten und lebhaften Besuch. Nach dem Termin mit YANG Lian wird Pablo Ramos aus Argentinien Ende Februar auf das Gastland 2010 der Buchmesse einstimmen.
Büchertisch von Bollinger
Wichtig ist bei der Reihe "Monday Monday" auch der unmittelbare Zugang zum Werk der Autorinnen und Autoren. So gibt es an jedem Veranstaltungsabend einen Büchertisch, der die Bücher des jeweiligen Schriftstellers präsentiert. Wir sind froh, mit der renommierten Buchhandlung Bollinger aus Oberursel einen kompetenten Partner
gefunden zu haben.
Mit freundlicher Unterstützung von:
Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main | Shahrazad - Geschichten fürs Leben
litprom - Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika
GD Bildung und Kultur | DAAD - Deutscher Akademischer Austauschdienst
Generalkonsulat Argentiniens in Frankfurt
Zuletzt aktualisiert am 5.2.2010
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